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 Bewertung der Fotos des Monats

 November  2010      Thema  TECHNIK

 

 

 

 

        FOTO des MONATS  November:       Bärbel       In schwindelnder Höhe                                     2.Platz -  Frauke     Technik auf  Mallorka                                                               

 

 

 

Dieses Foto war sofort in der engeren Wahl (zusammen mit dem folgenden Bild) für das Foto des Monats. Ausschlaggebend für die endgültige Prämierung war die aufregende Perspektive in Kombination mit den wunderbar harmonisierenden Farben, die die Leichtigkeit der Konstruktion unterstützen. Ein keiner Wehmutstropfen bleibt dennoch: bei solchen Motiven sollte man auf absolute Mittensymmetrie hin arbeiten (hier ist alles etwas nach rechts verschoben); das Motiv ist in sich schon dynamisch genug. Wenn man will, kann man dann die Radachse etwas mehr nach unten verschieben (in die horizontale Linie des Goldenen Schnitts etwa 1/3 vom unteren Bildrand entfernt; dann kommen die Gondeln oben automatisch ins obere Drittel. Dennoch: ein tolles Foto.

 

 

 

 

 

 

  

   

 

 

  

 

Dürfte ich 2 Fotos auf den ersten Platz setzen, wäre dieses Bild dabei. Das Format deutet auf einen Bildbeschnitt hin, den ich sofort nachvollziehen kann (ich hätte das genauso gemacht); dadurch wird auf die Bildaussage konzentriert hin gearbeitet. Mehr Vordergrund hätte vermutlich zu sehr von den Telegrafendrähten abgelenkt und dieses Format können nur Panoramakameras (allerdings haben auch manche Digitalkameras wie die alten Kameras für das APS Filmformat eine Panoramaeinstellung…). Gleichzeitig gibt der Blick in die Gasse dem Bild Tiefe. Die Belichtung ist ideal gewählt und sicher nicht ganz einfach (ein Hoch auf die Kameraautomatik in diesem Falle), da sich sehr starke Lichtkontraste zwischen Vorder- und Hintergrund ergeben. Auf jeden Fall ein sehr starker 2. Platz.

 

  

 

 

 

 

  

 

                                              

 

           3.Platz - Claus     Altenglische Technik                                                                                                                                4.Platz - Christa       Wassermühle

 

 

Nein, man muss nicht mit aller Gewalt ein Bild beschneiden, wenn die Aussage insgesamt stimmt und durch Bearbeitung nicht verbessert werden kann. Das ist hier durchaus der Fall. Interessant ist auch der ländliche Hintergrund, der eine Idee vermittelt, wofür diese Maschine wohl gedient haben mag. Detailzeichnung und Belichtung sind stimmig. Das Bild erreicht aber nicht die Faszination, die von den ersten beiden Aufnahmen ausgeht. Ich würde zu gern auch noch die anderen Bilder von diesem Motiv sehen (es sind sicher mehr als nur diese eine Aufnahme gemacht worden) da ich glaube, dass bei einem Wechsel des Standorts (Perspektivwechsel) noch eine wirkungsvollere Aufnahme möglich gewesen wäre. Deshalb auch meine Bemerkung in der Einleitung….

Rein von der Bildwirkung her (fotografisch sind alle drei gleichwertig) würde ich deshalb diesem und den folgenden beiden Bildern einen gleichwertigen dritten Platz geben.

 
   

 

 

Die zwei folgenden Bilder zeigen Technik aus zwei völlig unterschiedlichen Blickwinkeln, die aber beide gleichzeitig Gültigkeit haben. Das vorliegende Bild zeigt eine Übersicht, aus der die Funktion hervorgeht, gut belichtet mit sehr guter Schärfe von Vorder- bis Hintergrund. Man sollte darüber diskutieren, ob die Wirkung nicht nur Abschneiden des linken Drittels (siehe Linie) nicht noch besser gekommen wäre, da sich in diesem Drittel einige störende Details finden, die von den starken Holzformen nur ablenken. Das liegt allerdings sehr im Auge des Betrachters und muss von der Frage geleitet werden, was der Fotograf zeigen will: eine starke hölzerne Apparatur mit Konzentration auf die Formen und Maserungen oder eine Gesamtübersicht der ganzen Gerätschaft. Beide Sichtweisen sind bei dem vorgegebenen Thema voll erlaubt.

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

  

     5.Platz - Ingried       Tisch verschönern                                                                                                                                                     6.Platz - Anne    Friesenwall auf Sylt 

 

   

 

 

Gegenüber dem vorstehenden Foto konzentrieren wir uns hier auf eine Detailansicht; Vorgang und Funktion werden deutlich; Schleifspuren zeigen die Bewegung des Arbeiters, der hier aber nicht gezeigt wird: Konzentration auf die reine Technik. Die Nahaufnahme macht den Holzstaub fühlbar, der sich auch auf der Maschine ganz fein angelagert hat. Die Belichtung und Schärfe sind stimmig (nicht ganz einfach bei solchen Nahaufnahmen) und die diagonale Bewegungsrichtung gibt dem Bild eine gewisse Dynamik, die bei Blitzlichtaufnahmen auch schnell verloren gehen kann. Durchaus ein Bild für einen Werbekatalog.

 

 

 

 

 

  

 

 

Auch wenn dieses Bild etwas grenzwertig zum Thema Technik sein mag, so ist doch die alte Technik des Mauerbaus ohne Mörtel zuzulassen. Das Bild in seiner Originalform verliert allerdings beträchtlich an Wirkung durch Parkplatz und Auto, die von der Bildaussage zu stark ablenken. Ich will nicht dem Beschneiden von Bildern das Wort reden, in diesem Fall gewinnt man aber doch sehr stark an Bildwirkung, da das Auge auch durch die Blumen zu der elektrischen Lampe geführt wird (was das Thema noch etwas unterstreicht) und dann dem geschwungenen Bogen der Mauer nach rechts oben folgt. Von daher eine recht gute Komposition. Hier gilt: schon bei der Aufnahme auf die Details achten, die im fertigen Bild stören könnten. Bearbeiten muss man dann nur noch, wenn sich störende Elemente nicht anders vermeiden lassen. Das eigene Auge selektiert die wichtigen Teile automatisch, die Kamera kann das ber nicht und nimmt eben alles auf, auf das etwas Licht fällt…..

 

 

       Anmerkung: Der Juror hat die Fotos nach seiner persönlichen Plazierung eingestuft. Auf unserer Homepage erfogt die Plazierung nach uneren Wettbewerbsregeln.